Montag, 6. Februar 2017

Warum ich darüber schreibe

Warum schreibe ich über das Schlimmste was einer Mama passieren kann? Warum BEschreibe ich so genau was passiert ist und wie ich damit umgehe. Warum erzähle ich davon, obwohl es so persönliche Dinge sind?
Ich schreibe darüber, weil ich anderen Frauen helfen möchte. Ich möchte, dass eine Mutter, die sich gegen das Weitertragen entscheidet, weiß, dass es keinen Grund gibt sich zu schämen. Ich möchte, dass Frauen mit Spätabbrüchen lesen können was auf sie zukommt. Genauso möchte ich, dass Frauen dadurch erkennen können, dass es vielleicht doch nicht das Richtige für sie ist, diesen Weg zu gehen. Ich bin kontaktierbar für Frauen in Not. Der Blog soll Hilfe sein, ohne Geld für ein Buch ausgeben zu müssen, wenn Eltern sich mit dem Thema Schwangerschaftsabbruch, Spätabbruch oder Fetozid befassen müssen.
Der Fetozid ist ein absolutes Tabuthema, niemand will, dass andere denken, man sei ein Kindsmörder. Die Angst vor der Verurteilung so enorm groß.
Aber warum?
Auch Eltern wie ich, die sich für den Spätabbruch entscheiden, lieben ihr Kind. Sie lieben es wie alle Eltern, mehr als sich selbst. Trotzdem oder grade weil, habe ich meinem ungeborenen Baby eine Spritze ins Herzchen  geben lassen, damit es aufhört zu schlagen. Dafür schäme ich mich nicht, ich bin sogar ein Stück weit stolz darauf, denn ich war mir selbst egal dabei. Es ging um mein Kind, nicht um mich. Mein Wunsch, da bin ich ehrlich, wäre gewesen sie lebend zur Welt zu bringen. Und da fängt die Differenzierung an, die jedes Elternpaar für sich treffen muss. Wie lebensfähig ist mein Kind? Und wie lebensfähig bin ich?
Mein Blog soll Eltern die Chance geben vorher zu wissen was kommt. Ich habe damals so wenig zu Situationen wie meiner gefunden, diese Lücke möchte ich füllen.
Und ich möchte einen Funken Hoffnung in das Dunkelste aller Täler streuen. Solange man hinter seiner Entscheidung steht, wird man damit leben können. Und es wird ein Leben danach geben. Ein Leben, in dem es immer noch Liebe und Freude gibt. Ein anderes Leben, aber es gibt ein Leben nach dem selbstbestimmten Tod des eigenen Kindes.


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